Games und Gewalt "Haut´se auffe Schnauze!"

Nach der Lekture wurde mir klar, dass ich selbst immer noch keine Position gefunden habe - in der "zähen, verschmuddelten, verschwiegenen Debatte", wie sie der Artikel bezeichnet und selbst keinen Deut zur Verbesserung beiträgt.
"Spieler sowie Hersteller wehren sich zurecht gegen die simple Behauptung, „Brutalspiele“ würden unweigerlich zu Gewalt bei Jugendlichen führen. Doch dass die Spiele überhaupt keine Wirkung haben, lässt sich auch nicht behaupten. Schließlich deuten etliche wissenschaftliche Studien darauf hin, dass Gewalt in Videospielen zu einer erhöhten Bereitschaft zu Gewalt führen könnte."
Vager geht es kaum. Wo sind die konkreten "wissenschaftlichen Studien"? Wo sind glaubwürdige Experten? Mir hilft es nicht weiter, wenn das Zeitgespräch von hinter Objektvität versteckten, widergekeuten Pamphleten beherrscht wird. All die dekontextualisierten Horrorberichte über Gewaltexzesse im Kinderzimmer (natürlich mit Bildern illustriert) verzerren die öffentliche Meinungsfindung nur noch mehr und schaffen eben genau die unfertige Debatte, die Markus C. Schulte v. Drach in seiner Einleitung entlarft - und dann selbst reiserisch auf der Stelle treten lässt, auf dass die Spurrillen noch tiefer werden.
2R - 3. Mai, 10:29